Das Schlaf-Orakel
Meine Damen und Herren, ich präsentiere die Spiele-Sensation 2012, das Schlaf-Orakel!!!
Man nehme 2 normale Würfel und würfle jede Nacht einmal mit beiden Würfeln. Anhand der folgenden Tabelle kannst du sofort sehen, wie die kommende Nacht deines Kindeleins sein wird:
1 – dein Kind schläft erst nach einer Stunde Einschlafbegleitung ein.
2 – zwei Stunden, nachdem dein Kind eingeschlafen ist, hat es einen Alptraum und schreckt weinend hoch.
3 – dein Kind kommt dreimal die Nacht aus seinem Zimmer, weil es sein geliebtes Schmusetier/seinen Schnuller/etc. nicht mehr findet.
4 – dein Kind heult nachts um halb vier, weil die Nase total verstopft ist und es einen fiesen Hustenanfall hat.
5 – dein Kind findet, dass viertel nach fünf eine gute Aufstehzeit ist und will mit dir spielen.
6 – dein Kind schläft problemlos ein und die ganze Nacht durch!
Würfelt man z.B. eine 1 und eine 5, so hockt man erst eine Stunde am Bett des Nachwuchses, bis er endlich eingeschlafen ist, und wird für diese Mühe damit belohnt, dass das Kind bereits zwei Stunden vor der normalen Aufstehzeit putzmunter vor der Schlafzimmertüre steht. Bei einer 2 und einer 6 schläft dein Kind zwar problemlos ein, die eigentlich perfekte Nacht wird aber durch einen Alptraum ruiniert, so dass du anstatt deinen Fernsehabend zu genießen eine Viertelstunde lang dein verstörtes Kind trösten darfst. Nur bei einem 6er-Pasch, also zweimal 6, ist dir eine ruhige Nacht gegönnt. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:36 ein wahrer Glückstreffer!
Und nun viel Spaß beim Würfeln!
Fit wie ein Turnschuh
Schon lange geplant, diesen Dienstag das erste Mal endlich getan: Julian und ich waren beim Mutter-Kind-Turnen.
Während die Leiterin zunächst noch meinte, dass wir gerne zwei- oder dreimal zur Probe kommen könnten, war mir bereits nach zehn Minuten klar, dass das genau das Richtige für Julian ist. Ohne Scheu rannte er durch die Turnhalle, hüpfte, kletterte und sprang umher und erkundete die verschiedenen aufgebauten Stationen. Dabei war es sogar ziemlich voll und dementsprechend laut und etwas chaotisch. Doch Julian fand auf Anhieb mehrere Kinder aus seiner Kindergartengruppe und fühlte sich so offensichtlich gleich wohl – einer der Vorteile wenn man in einem kleinen Dorf wohnt, man trifft sie immer und überall wieder.
Für mich hatte das Turnen etwas von einer Reise in die Vergangenheit. Der typische Turnhallengeruch, die blauen Bodenmatten, die Turnkästen und Holzbänke, irgendwie hat sich in den letzten 30 Jahren nichts an den Materialien verändert. 8-o Aber die Hauptsache ist, Julian hat seinen Spaß!
Jahresrückblick
Schamlos abgekupfert von der lieben Frau Schussel kommt hier, geringfügig verspätet, zum ersten Mal mein Jahresrückblick:
1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Ich gebe eine 9. Gab zwar auch einige weniger gute Momente, aber die Geburt von Dominik hat natürlich alles rausgerissen.
2. Zugenommen oder abgenommen?
Übers Jahr gesehen ist mein Gewicht konstant. Aktuell ein wenig im Plus, was ich jetzt einfach mal schamlos auf die leckeren Plätzchen von Omi schiebe.
3. Haare länger oder kürzer?
Insgesamt weder noch, aktuell im „Winterlook“ ein wenig länger als im Sommer.
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Auch hier alles mehr oder weniger beim alten. Wobei ich in den letzten Jahren tendenziell weniger kurzsichtig geworden bin.
5. Mehr Kohle oder weniger?
Dank Elterngeld deutlich mehr. Was ich ab Februar auch schmerzlich vermissen werde. Aber vielleicht läuft es dann ja mit meiner kleinen, bescheidenen NebenSelbständigkeit wieder etwas besser.
6. Besseren Job oder schlechteren?
Mein „Vollzeitjob“ als Mutter hat sich eigentlich verbessert, er ist abwechslungsreicher und herausfordernder geworden. Mein „Zweitjob“ im IT-Servicebereich hat sich etwas verschlechtert, wobei vor allem die Babypause die Bilanz verhagelt hat.
7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Viel mehr. Man glaubt ja gar nicht, was man alles für ein zweites Baby braucht, auch wenn man zuvor der Meinung war, dass man ja eigentlich schon mit allem möglichen Zeug ausgerüstet ist. Aber manches brauchten wir doppelt (Babybett, Babyphon), anderes komplett neu (was erdreistet sich Dominik auch, im Winter eine andere Kleidergröße zu tragen wie sein großer Bruder zur gleichen Zeit im gleichen Alter, und wie kann er es wagen einen Schnuller zu brauchen anstatt am Daumen zu nuckeln wie Julian
).
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Ne, leider nix. Eigentlich wär ich ja mal dran. Also bitte, liebes Schicksal, gib dir mal Mühe. Bin auch gar nicht anspruchsvoll, so 3-4 Mille würden völlig ausreichen.
9. Mehr bewegt oder weniger?
Bewegt im Sinne von Sport – weniger. Bewegt im Sinne von „ich hebe drei dutzend Mal am Tag Klötzchen vom Boden auf, trage meinen Jüngsten umher und spiele Kitzelmonster mit Julian“ – dann definitiv mehr!
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Keine Ahnung, so was zähle ich nicht. Anfang des Jahres waren es eindeutig zu viele, da war ich körperlich echt fertig. Momentan halte ich mich ganz tapfer und bleibe von größeren Bazillenattacken zum Glück verschont.
11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die schlimmsten Erkrankungen sind für mich nicht meine eigenen, sondern die der Kinder. Sei es, dass Dominik mitten in der Nacht hoch fiebert und immer wieder unruhig wimmert. Oder dass Julians Nase derart verstopft ist, dass nicht mal Nasentropfen helfen und er immer wieder nach Luft japsend versucht am Daumen zu nuckeln. Dann leide ich und verfluche in Gedanken die Medizin, die zwar Herzen transplantieren und Gehirne operieren kann, aber nicht mal ein einziges wirklich wirksames Medikament gegen Erkältungsviren erschaffen kann.
12. Der hirnrissigste Plan?
Hm, da muss ich passen. Obwohl… die Vorstellung, mittels Einleitung im Krankenhaus die Geburt von Dominik bestimmen zu können, war in der Tat hirnrissig und hat mir außer viel Stress und Tränen nix gebracht. Im Endeffekt kam Dominik, als er bereit war zu kommen, sämtliche Pläne und Tricks waren völlig umsonst.
13. Die gefährlichste Unternehmung?
Ich muss wieder passen. Wüsste nicht, dass ich im letzten Jahr irgendetwas gefährliches gemacht hätte.
14. Die teuerste Anschaffung?
Ein zweites Baby…!?
Der neue Durchlauferhitzer, würde ich sagen. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, endlich macht das Duschen Spaß.
15. Das leckerste Essen?
Hähnchenbrustfilet an Paprika-Sahne-Soße mit Reis. Gegessen bei der lieben Patentante S. Wird seit dem gerne und oft nachgekocht.
16. Das beeindruckendste Buch?
„Die Päpstin“. Oder auch „Die Arena“ von Stephen King.
17. Der ergreifendste Film?
Dazu hätte ich vielleicht erst mal ins Kino gehen müssen… *seufz* Auch DVD-mäßig fällt mir da gar nix ein, vom Fernsehen gar nicht erst zu reden.
18. Die beste CD?
Der Soundtrack von „Transformers“ von Steve Jablonsky.
19. Das schönste Konzert?
Ich war auf keinem Konzert. Bin ich nicht der Typ für. Ich genieße Musik lieber zuhause, in Ruhe.
20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Julian und Dominik.
21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Julian und Dominik.
22. Zum ersten Mal getan?
Julian in den Kindergarten gebracht.
23. Nach langer Zeit wieder getan?
Nachts um halb drei Fläschchen gegeben und Windeln gewechselt. ![]()
24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Julians böser Treppensturz, der ihm eine Platzwunde und mir den größten Schrecken meines Lebens eingebracht hat. Von dem Abend im Krankenhaus nicht zu reden.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich unbedingt ein iPad brauche.
Hat aber leider nicht funktioniert.
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das Geschenk, bei dem ich mir am meisten Mühe gegeben habe, war ein Fotobuch von Dominik für Omi. Ob es das schönste Geschenk war, kann ich nur hoffen.
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das Einzelzimmer zu Dominiks Entbindung vom Papa. War jeden Cent wert.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Pffffttt…bababa…. DA!“ von Dominik (zu deutsch: „Mama, ich hab dich lieb!“)
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ähm, ja, woher soll ich das wissen? Uff… ich würde sagen, ein tief empfundenes „Ich liebe dich“ an meinen Mann.
30. Dein Wort des Jahres?
Familie.
31. Dein Unwort des Jahres?
Sommer. Weil wir keinen anständigen hatten.
32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Das Neonatalie-Blog mit seinen wirklich ans Herz gehenden Geschichten.
33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!
Gibt’s nicht, aber dafür im nächsten Jahr.
Weihnachtsgruß
Ich wünsche alle meinen Lesern, Familie, Freunden und Bekannten eine fröhliche Weihnacht!
(Bild: www.coolphotos.de)
Wichtelfreude
Gestern durfte Julian sein Wichtelpaket auspacken. Nachdem der kleine Mann schon immer ganz traurig ist, wenn er keine „Post“ erhält (kennt jemand den Spot mit der Maus und dem blauen Elefanten, wo der Elefant immer ganz enttäuscht ist, weil sein Briefkasten leer ist?), hat er sich natürlich riesig gefreut. Ein Paket, für ihn, und er durfte es auch gleich auspacken!
So viele wunderschön verpackte Geschenke lagen in dem Paket! Während Julian gleich zielstrebig mit dem Auspacken begann, konnte ich gar nicht glauben, dass man uns derart großzügig beschenkt hatte. Hatte richtig einen Kloß im Hals.
Die Geschenke selbst waren ein absoluter Volltreffer, Julian war total begeistert (auch wenn er mit der Bademalseife und der Knisterwasserfarbe so erst mal nichts anfangen konnte, aber das kommt schon beim nächsten baden!). Vor allem das Autowimmelbuch wurde sofort als Lieblingsbuch erkoren und wird seitdem andauernd herumgetragen und studiert. Auch Dominik war sichtlich fasziniert, vor allem die entzückenden (selbstgemachten?) Stoffrentiere hatten es ihm angetan.
Die liebe Grußkarte offenbarte dann endlich, wer uns da so toll bewichtel hat: es ist das Schnatterinchen! Dir und deinem Sohn einen lieben Gruß und herzlichen Dank für all die schönen Sachen!
Ebenso geht mein Dank an Tanja, die sich so viel Mühe mit der Organisation des Wichtelns gemacht hat.
Dies und das
Dominik hat endlich seinen ersten Zahn. Der erste von zwanzig. Uff. Und wie es scheint zahnt er gleich nahtlos weiter, auch wenn noch nicht zu sehen ist, wo der nächste Zahn nun rauskommt. Dafür sind die Nächte nun recht bescheiden. Immer wieder weint er, wimmert er, wälzt sich unruhig umher und verliert dabei seinen Schnulller. Armes Würmchen…
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Die Schlafsituation mit Julian hat sich deutlich gebessert. Er gibt sich ehrlich Mühe, nicht mehr unnötig nachts rauszurennen. Er weiß nun, dass er alleine im Kinderzimmer schlafen muss, wenn er zu oft rausrennt und dabei Dominik weckt. Nicht weil wir ihn damit bestrafen wollen, sondern weil Dominik sonst in seinem Bettchen weint und nicht mehr weiterschlafen kann. Wobei das momentan, zahnbedingt, ja leider sowieso nur sehr schlecht klappt. Tja, das ist halt Ironie des Schicksals – kaum schläft der Eine endlich besser durch, hat der Andere Schlafprobleme.
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So ein bisschen Magen-Darm scheint uns dieses Jahr die ganze Weihnachtszeit zu begleiten. Immer wieder plagt einen von uns ein bisschen Übelkeit und Unwohlsein. Wie unpassend, wo wir doch von Omi so reichlich mit den köstlichsten Plätzchen beschenkt wurden. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und die Plätzchen schon nicht alt werden!
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Ich brauche mehr Geschenkpapier! Es ist unglaublich, wieviel Papier man zum Einpacken von manchen Spielsachen braucht. Ein Geschenk hat sogar eine ganze Rolle Papier aufgebraucht, und ich habe auf dem Dachboden noch ein weiteres unverpacktes Geschenk, für das ich wohl sogar zwei Rollen brauche! Da sieht man ja den Weihnachtsbaum vor lauter Riesengeschenken nicht mehr!
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Wenn das Wetter so bleibt, werden wir hier weiße Weihnachten haben. Es liegt nämlich überall noch ein wenig Schnee, so 1-2 Zentimeter, und wie es scheint, taut es momentan nicht mehr. So mag ich den Winter. Nicht zu kalt mit ein bisschen Schnee, nett zum anschauen aber nicht so viel, dass es hinderlich ist. So kann es bleiben!
Zwei Brüder unter sich
Lange haben wir gezögert, gestern nachmittag habe ich es gewagt und Dominiks Babybett ins Kinderzimmer verfrachtet. Nun schlafen die beiden zusammen in einem Zimmer.
Gezögert hatten wir deshalb, da Julian das letzte halbe Jahr in guten Nächten zwei- bis dreimal, in schlechten sogar bis zu sechsmal aus seinem Zimmer gelaufen kam. Mehr oder weniger abwechselnd durfte dann einer von uns aufstehen und ihn zurück ins Bett bringen. Ab und zu gab es einen Grund für sein Kommen, zum Beispiel weil er seinen Schmusebären verloren hatte und ohne den kann er nicht schlafen. Meistens aber hatten wir keine Erklärung für sein häufiges Kommen. Auf Nachfrage erhielten wir keine Antwort. Bis vor ein paar Tagen… da sagte Julian nämlich das erste Mal, dass er nicht alleine im Zimmer schlafen möchte.
Die Lösung war natürlich naheliegend – Dominik würde zu ihm ins Zimmer ziehen, so wie es langfristig sowieso schon geplant war. Wir haben nämlich nur ein Kinderzimmer, früher oder später mussten sie also zusammen schlafen.
Trotzdem hatte ich noch Bedenken. Was, wenn Julian weiterhin so oft nachts aus dem Zimmer gerannt kam und dabei jedesmal Dominik wecken würde? Was, wenn Dominik nachts weinte, weil er z.B. seinen Schnuller nicht fand, und er dadurch Julian weckte? Oder würde er wegen der schrecklich laut schließenden Kinderzimmertür aufwachen, wenn ich nachts ins Zimmer kam, um Dominik seinen Schnuller zu geben? Würde der Papa mir noch beim ins Bett bringen der zwei helfen oder würde die ganze Arbeit an mir hängen bleiben? Bisher hatten wir uns wenn möglich abends aufgeteilt, der Papa brachte Julian ins Bett, ich Dominik. Das würde so ja nicht mehr gehen.
Aber nun gut, die Entscheidung war gefallen und die erste Nacht stand bevor. Beide Jungs bettfertig gemacht, Julian seine Gutenachtgeschichte vorgelesen, während der Papa noch ein wenig mit Dominik spielte, und dann beide ins Bett gelegt und das Licht gelöscht. Um sicherzugehen, dass Dominik gut einschläft – er wälzt sich oft noch ein paar Minuten lang plappernd im Bett und verliert dann gerne mal seinen Schnuller – blieb ich ein paar Minuten lang an Julians Bettkante sitzen. Als ich sicher war, dass beide eingeschlafen waren, verließ ich leise das Zimmer. Geschafft! *puh*
An diesem Abend konnte ich mich schließlich das erste Mal seit über zehn Monaten wieder bei Licht im Schlafzimmer ausziehen. Aus Rücksicht auf Dominik hatte ich mich sonst nämlich immer im Dunkeln umgezogen. Richtig ungewohnt war das.
Dreimal musste ich in dieser Nacht aufstehen. Zweimal um Dominik seinen verlorenen Schnuller zu geben, und einmal um das Ladekabel des Babyphons aus dem Wohnzimmer zu holen, der Akku war nämlich ausgerechnet um 3 Uhr nachts leergelutscht. Julian wachte weder die beiden Male auf, als ich so leise es eben mit dieser Tür möglich ist ins Kinderzimmer geschlichen kam, noch als Dominik auf der Suche nach seinem Schnuller mehrfach die Nacht kurz meckerte. Er kam auch nicht aus dem Zimmer gelaufen, sondern schlief von abends halb acht bis morgens kurz vor sieben Uhr durch. Das allererste Mal seit über einem halben Jahr!
Wie es scheint, haben wir uns richtig entschieden. Julian stört sich nicht an Dominik, im Gegenteil, seine Anwesenheit scheint ihm Ruhe und Sicherheit zu geben. Und Dominik schläft auch im Kinderzimmer weiterhin gut, von gelegentlichen Schnullersucheskapaden mal abgesehen.
Natürlich können die nächsten Nächte auch noch anders laufen. Es wäre zu schön, wenn Julian nachts nie mehr aus dem Zimmer käme und nur noch friedlich durchschlafen würde. Aber wir wissen nun, dass es klappt, sehr gut sogar. Noch fehlt ein bisschen die Routine beim ins Bett bringen der Beiden. Doch das ist nur eine Frage der Zeit.
So schön es übrigens ist, sein Schlafzimmer wieder für sich zu haben, so hatte ich gestern abend doch auch ein mulmiges Gefühl im Hals. Ein Stück weit vermisse ich dann doch mein kleines Baby bei uns im Zimmer… *schnüff*
Krabbelalarm
Dominik krabbelt! Noch ein wenig wackelig, aber doch zielstrebig und extrem niedlich anzusehen.
Nur ab und zu verfällt er noch in das alte auf dem Bauch robben. Überwiegend dann, wenn er mit einer Hand etwas transportieren will. Das geht beim krabbeln nämlich nicht. Oder wenn ich ihn beim krabbeln filmen will. Weshalb es hier jetzt leider auch kein süßes Video gibt. So ein Schlingel aber auch…
Abgesehen davon übt er fleißig das hochziehen und hinstellen. Setze ich ihn in den Laufstall, kann ich ihn bald alle fünf Minuten vom Rand pflücken. Denn hinstellen kann er – sich hinsetzen dagegen noch nicht. Und irgendwann verlässt ihn dann die Kraft und er ruft lautstark um Hilfe.
Tja, so schnell vergeht die Zeit. Eben noch das erste Mal vom Rücken auf den Bauch gedreht, heute schon flink durchs Zimmer gekrabbelt, und morgen schon kommen die ersten tapsigen Schritte auf zwei Beinen…
Hmpf
Nachdem ich dieses Jahr schon fleißig alle Plätzchen gebacken habe, würde ich eigentlich auch gerne zeitig alle Geschenke besorgen. Die Weihnachtszeit mit zwei kleinen Kindern ist auch so schon stressig genug, da muss ich nicht auch noch auf dem letzten Drücker durch die Gegend rasen und Geschenke kaufen. Leider werden meine ehernen Vorsätze schnöde torpediert.
Ich: „Oma, was wünschst du dir zu Weihnachten? Und die Antworten „weiß nicht“, „och“ und „keine Ahnung“ sind keine gültigen Antworten!“
Oma: „…“
Da soll man noch rechtzeitig alles zusammenbekommen… *seufz*
Wieso, weshalb, warum
Nun ist es da: das berühmt-berüchtigte Fragealter bei Julian.
Seit ein paar Tagen häufen sich seine Fragen zu allen möglichen Sachen.
„Warum drehen sich die Windräder nicht?“
„Warum sitzt der Junge da auf dem Stuhl?“
„Warum kann man die Sterne nicht sehen?“
„Warum sind die Pferde im Stall?“
„Warum kannst du nicht schnell (Auto) fahren?“
Bisher halten sich die Frageketten aber noch im Rahmen, wenn ich also eine Antwort gebe, ist er meist damit zufrieden.
Abgesehen davon hat Julian nun auch das „betteln“ entdeckt. Will er etwas unbedingt haben, schaut er uns mit großen Augen an und sagt „bitte, bitte, biiiiette!“ So ein Schlingel!





